RGSK und Agglomerationsprogramm in der öffentlichen Mitwirkung

 

seeland.biel/bienne erarbeitet zurzeit das Regionale Gesamtverkehrs- und Siedlungskonzept 2025 (RGSK 2025) und das Agglomerationsprogramm der 5. Generation (AP5). Die beiden Instrumente haben ein gemeinsames Ziel: die Siedlungs-, Landschafts- und Verkehrsplanung in der Region aufeinander abzustimmen. Bis zum 11. März 2024 läuft die öffentliche Mitwirkung.

Die Koordination der Siedlungs-, Landschafts- und Verkehrsplanung über die Gemeindegrenzen hinweg ist eine Kernaufgabe der Region seeland.biel/bienne. Zu diesem Zweck erarbeitet seeland.biel/bienne zusammen mit den Gemeinden alle vier Jahre das Regionale Gesamtverkehrs- und Siedlungskonzept (RGSK) und das Agglomerationsprogramm (AP).

Zwei Instrumente – ein Ziel
RGSK und AP haben dasselbe Ziel: eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der Bevölkerung und der Wirtschaft Rechnung trägt, dabei sparsam mit dem knappen Boden umgeht, Landschaft und Grünräume bewahrt, Landwirtschaftsflächen sichert und eine umweltfreundliche Mobilität ermöglicht. Dies vor dem Hintergrund, dass die Bevölkerung in der Region wächst, der Raumbedarf für Wohnen, Arbeiten und Freizeit steigt und die Mobilitätsbedürfnisse zunehmen.

Das RGSK definiert die gemeindeübergreifende Strategie für die räumliche und verkehrlichen Entwicklung. Als regionaler Richtplan macht es verbindliche Vorgaben für die Ortsplanungen der Gemeinden. Das Agglomerationsprogrammschafft die Grundlage für die Mitfinanzierung von Verkehrsprojekten durch den Bund. Die Agglomerationsprogramme der 1. bis 4. Generation lösten Bundesbeiträge im Umfang von rund 75 Millionen Franken aus.

RGSK: Auftakt zur Gesamtüberarbeitung
Das RGSK wurde 2012 erstmals beschlossen und in den Jahren 2016 und 2021 aktualisiert. Mit dem RGSK 2025 startet seeland.biel/bienne eine Gesamtüberarbeitung des RGSK in zwei Etappen. Die erste Etappe erfolgt bis 2025 und umfasst drei Teile: ein neues Zukunftsbild für die Teilräume Ins/Erlach, Lyss/Aarberg und Unteres Seeland, die Überprüfung der Vorranggebiete Siedlungserweiterung Wohnen und Arbeiten (potenzielle Einzonungsgebiete von regionaler Bedeutung) sowie die Aktualisierung der Massnahmen. Diese drei Teile sind Gegenstand der öffentlichen Mitwirkung. Die weiteren Inhalte des RGSK werden in der zweiten Etappe bis 2029 überarbeitet.

AP: Akzente bei öffentlichem Verkehr, Freiräumen und Klima
Die Ziele und Strategien des Agglomerationsprogramms sind langfristig ausgerichtet und wurden in der 4. Generation umfassend überarbeitet. Für die 5. Generation werden sie punktuell ergänzt. Im Bereich Landschaft wurde die Strategie für die Landschafts- und Freiräume weiterentwickelt. Im Bereich Siedlung werden neue Innenentwicklungsgebiete bezeichnet und der Fokus auf die Siedlungsentwicklung nach innen weiter gestärkt. Im Bereich Verkehr wurden das ÖV-Konzept 2035 und die Vision S-Bahn Biel 2045 eingearbeitet. Die Strategien für den Fussverkehr, den Veloverkehr und den motorisierten Individual­verkehr aus der 4. Generation bleiben weiterhin gültig. Neu werden die Themen Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel im Agglomerationsprogramm verankert.

Öffentliche Mitwirkung vom 11. Januar bis 11. März 2024
Bis zum 11. März 2024 können sich Gemeinden, Verbände, Organisationen und alle Interessierten zum RGSK 2025 und zum AP5 äussern. Ende Mai 2024 wird das Dossier beim Kanton zur Vorprüfung eingereicht. Im Frühling 2025 werden RGSK und AP der Mitgliederversammlung von seeland.biel/bienne zum Beschluss vorgelegt.

Mitwirkungsunterlagen
Die Mitwirkungsunterlagen sind auf der Website von seeland.biel/bienne abrufbar: