Mitteilungen von seeland.biel/bienne vom 26.10.2026

Geschäfte der Mitgliederversammlung vom 30. November 2026

An der Mitgliederversammlung in Studen steht der Beschluss des Regionalen Velowegnetzplans Biel-Seeland 2026 im Zentrum. Zudem befinden die Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten über das Tätigkeitsprogramm und Budget 2027 sowie den Finanzplan 2028–2031.

Mit dem Veloweggesetz hat der Bund 2022 eine neue Rechtsgrundlage für die Veloverkehrsförderung geschaffen. Es verpflichtet Kantone und Gemeinden, ihre Velowegnetze bis Ende 2027 behördenverbindlich zu planen und bis Ende 2042 umzusetzen. Mit dem Regionalen Velowegnetzplan 2026 (RVNP 2026) erfüllt seeland.biel/bienne diesen Auftrag. Der RVNP 2026 legt das strategische Zielnetz für den Veloverkehr in der Region Biel-Seeland fest. Er definiert Netzkategorien, beschreibt die angestrebten Qualitätsanforderungen und zeigt bestehende Schwachstellen und Netzlücken im Velowegnetz auf. Der RVNP 2026 dient damit als Grundlage für die koordinierte Planung und Realisierung von Velowegen durch Kanton und Gemeinden.

 

Leistungsvertrag für die Regionale Energieberatung Seeland erneuert

seeland.biel/bienne und der Kanton Bern haben einen neuen Leistungsvertrag für die regionale Energieberatung Seeland für die Jahre 2027 bis 2030 abgeschlossen. Gegenüber der laufenden Periode kommt es nur zu geringfügigen Änderungen. Leicht ausgebaut werden die Beratungsangebote im Klimabereich. Die Energieberatung Seeland bietet unabhängige Fachberatung zur Energie- und Klimathemen für Privatpersonen, Gemeinden und KMU. Sie wird seit 2023 im Auftrag von seeland.biel/bienne durch die Emch und Berger Revelio AG geführt. Der Vorstand hat beschlossen den Leistungsvertrag mit Emch und Berger Revelio AG ebenfalls bis Ende 2030 zu verlängern.

 

Zirkuläre Wertschöpfung im Bauwesen: Workshopreihe und Werkzeugkasten für Gemeinden

Bauprojekte benötigen grosse Mengen an Materialien. Gleichzeitig bieten sie viele Möglichkeiten, Bauabfälle zu vermeiden und Materialien im Kreislauf zu halten. Dazu gehören die Wiederverwendung von Bauteilen, der Einsatz von Recyclingbaustoffen und eine kreislauforientierte Planung. Gemeinden haben dabei einen grossen Einfluss: Als Bauherrinnen und Beschafferinnen sowie als Bewilligungs- und Aufsichtsbehörden können sie dazu beitragen, Ressourcen zu schonen und Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Um die Gemeinden darin zu unterstützen, bietet seeland.biel/bienne eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Workshopreihe an. Alle teilnehmenden Gemeinden profitieren von direkt umsetzbaren Lösungsansätzen und entwickelt konkrete Schritte für ihre eigene Praxis. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse werden in Form eines Werkzeugkastens aufbereitet und weiteren Gemeinden und dem Kanton zur Verfügung gestellt. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Rytec AG durchgeführt und vom Kanton (Amt für Wasser und Abfall) unterstützt.

 

Ein neues NRP-Projekt verabschiedet

Der Vorstand hat ein Projekt zuhanden des Amts für Wirtschaft des Kantons Bern verabschiedet und beantragt eine Unterstützung über die Neue Regionalpolitik (NRP):

Aufbau einer regionalen Wertschöpfungskette für Kunststoff- und Faserabfälle

Kunststoff- und Faserabfälle werden heute meist entsorgt oder für das Recycling über weite Strecken transportiert. Mit dem NRP-Projekt «Regionale Abfall-Wertschöpfungskette Kunststoff & Fasern» wird eine überbetriebliche Material- und Produktionsplattform mit Standort im Berner Seeland aufgebaut: Aus regional gesammelten Abfällen werden unter anderem mittels 3D-Druckverfahren neue, hochwertige Materialien für Innenraum-Anwendungen (z.B. Möbel, Leuchten, Ausbau) hergestellt. Treibende Kraft hinter dem Projekt ist die Enga GmbH. Zum NRP-Projekt gehören der Aufbau der überbetrieblichen Projektträgerschaft, die Sicherung der Partner und Lieferquellen, die Integration verschiedener Materialtypen in das bestehende 3D-Druckverfahren, Machbarkeitsabklärungen sowie die Erstellung eines Businessplans für die vorgesehene Skalierung auf grössere Produktionsmengen mit Produktionsstandort in der Region. Vom Projekt profitieren insbesondere regionale KMU mit kleineren Mengen an Kunststoff- und Faserabfällen, die erstmals einen wirtschaftlichen Verwertungsweg in der Region erhalten.